Auf dem Weg zum Makerspace

Auf dem Weg zum Makerspace

Wer wie wir einen Makerspace auf die Beine stellen will, der wird bald merken, dass auf dem Weg von der Idee zum Erfolg einige Stolpersteine und vor allem Felsen von Arbeit liegen.

Zugegeben, wir können noch nicht mit vielen verbindlichen Ergebnissen aufwarten. Wir haben noch keine Werkstatt gemietet, die Finanzierung steht noch nicht und auch die Vereinsgründung muss auch erst noch erfolgen. Aber: Das bedeutet noch lange nicht, dass wir nichts tun oder es nicht vorwärtsgeht. Ganz im Gegenteil. Wir wähnen uns auf einem guten Weg. Wir sammeln und ordnen und verarbeiten Informationen mit einer Begeisterung und in einem Umfang, dass selbst die NSA vor Neid erblassen würde.

Wenn mir vor drei Monaten jemand erzählt hätte, dass Organisationskram so viel Spaß machen kann, von dem hätte ich vermutlich gedacht, dass er/sie nicht mehr alle Flicken auf der DIY-Tasche hat. Diese Freude an der Organsisationsarbeit kommt zum einen daher, dass wir eine wirklich tolle Truppe sind, und liegt zum anderen daran, dass wir nicht bloß Informationen aus Büchern und dem internet in uns hineinfuttern wie Frust-Schoki. Nein, wir haben Spaß an der Sache, wir sind aktiv und schwärmen aus wie eine Kolonie Ameisen auf Nestsuche. So waren wir bspw. im „Eigenbaukombinat Halle“, um uns vor Ort anzuschauen, wie eine Gemeinschaftswerkstatt aussehen und funktionieren kann. Von unseren vielen Fragen klingeln Roberto und seinen Mitstreitern sicher immer noch die Ohren.

Mit welcher Begeisterung die Jungs und das Mädl von ihrem Projekt erzählt und uns beraten haben, war einfach klasse und hätte unsere Motivation weiter gestärkt, wenn das überhaupt noch ginge. Getroffen haben wir uns ebenfalls mit Daniel von der Konzeptschmiede „Verwegener & Trefflich“, der uns sehr dabei geholfen hat, unserem Gedankenhaus einen festen konzeptionellen Unterbau zu verpassen. Oder Annett, die eine private Fahrt nach München genutzt hat, sich das fast schon legendäre „Haus der Eigenarbeit“ anzuschauen und dessen Leiterin ausführlich zu befragen. Letztes Beispiel: Am vergangenen Wochenende waren drei von uns im „Werkhaus Potsdam“ und haben an einem sehr aufschlussreichen Workshop zur “Finanzierung offener Werkstätten” teilgenommen.

Für alle, die Bock haben, ein paar Geschichtchen über unsere Arbeit und natürlich auch über den aktuellen Stand der Dinge zu lesen, gibt es in den nächsten Tagen eine kleine Serie zu den verschiedenen Baustellen. Den Anfang wird die Raumsuche machen. Denn was wäre eine Gemeinschaftswerkstatt ohne Werkstatt?

André

André

Beitrags Autor

Gründungsmitglied - Koordinator Marketing - Verantwortlicher Upcycling